Die Orgel von Sankt Adelheid Drucken E-Mail

Königin der Instrumente löste ein Harmonium ab
(Quelle: Extra-Blatt 9./10. März 1982)

Orgel

Für die Stadt Blankenberger Filialgemeinde St. Adelheid in Hennef-Greutsiefen war es nicht nur ein Freudentag, sondern dieser Tag wird auch in die Geschichte des kleinen Siegtalortes eingehen, denn Domkapitular Prälat Dr. Jakob Schlafke aus Köln konnte jetzt eine neue Orgel einweihen.
Zu dieser Feierstunde, die vom Kirchenchor St. Katharina von Stadt Blankenberg musikalisch umrahmt wurde, konnte Pfarrer Klaus-Martin Reichenbach aus Stadt Blankenberg neben Domkapitular Schlafke, Kreisdechant Jnhannes Kolfenbach (Hennef), Prälat Adolf Opheys (Hennef Geistingen), Ruhestandspfarrer Deservitor Peter Schuster (Stadt Blankenberg) und dem Rektor des Redemptoristen-Klosters in Hennef-Geistingen, Pater Christ, besonders begrüßen.
Domkapitular Pralat Schlafke erinnerte in seiner Predigt daran, daß er vor acht Jahren erstmals hier nach Greulsiefen mit großer Freude gekommen sei, um die St. Adelheid-Kapelle mit zu benedizieren. Er habe dies damals um so lieber getan, da es sich hier um eine Adelheid-Kapelle handele, denn er war seinerzeit mit der Durchführung ihrer Heiligsprechung beauftragt gewesen. Und eine Adelheidgemeinde sei auch zum Gesang und zur Freude verpflichtet, denn die große Äbtissin und Gründerin des Stiftes Vilich bei Bonn habe sich auch zu ihren Lebzeiten der Musik verschworen.
So wünschte der Domkapitular, daß auch in jeder Familie gesungen und musiziert würde, denn ein singender Mensch sei ein froher Mensch.
Er segnete dann die neue Orgel, damit sie zur Ehre Gottes und zur Erbauung der Gemeinde erklinge.
Nachdem zu Beginn der Feierstunde noch das alte Harmonium erklang, stellte Kantor Wilhelm Precker aus Siegburg die neue Orgel vor, deren Klangfülle die Zuhörer beeindruckte.
Die von der bekannten Orgelbaufirma Gebrüder Oberfinger aus Windesheim an der Nahe in Zusammenarbeit mit Domorganist Proft Josef Zimmermann in zweijähriger Bauzeit gefertigte „Königin der Instrumente" löste nun das alte, aus Rösrath-Kleineichen überlassene Harmonium ab. Sie hat zehn Register, die sich auf zwei Manuale und Pedale verteilen. Ihre Pfeifenzahl beträgt 650, wovon man aber nur sehr wenige sieht. Aber dennoch klingen alle zusammen: viele Töne, ein Klang.

Die Weihefeier beendete Pfarrer Reichenbach mit dem Dank an alle Mitwirkenden und an die Kapellengemeinde, die in großer Zahl der Orgelweihe beigewohnt hatte, für ihre Spenden und die Hilfe bei der Errichtung des Orgelwerkes.

Herr Langen

 

Sein besonderer Dank galt dem langjährigen Rendanten und Vorsitzenden des Kapellenbauvereins, Hubert Langen, „bei dem nicht nur die vielen Spenden wie ein Magnet zusammengekommen sind, sondern der sich auch sehr aktiv um die Anschaffung der neuen Orgel bemüht hatte".